MdB Michael Brand erhält „gute Nachricht“ aus Bundesverkehrsministerium:

13.03.2026
Beitrag

„Weiter hohe Priorität" für neuen Autobahnanschluss Döllbach / Gersfeld

Neue Kosten-Nutzen-Analyse „klar positiv"

„Das ist eine richtig gute Nachricht, um Anwohner zu entlasten und Chancen für wirtschaftliche Entwicklung in der Region zu nutzen". So bewertet der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand, die Antwort der neuen Bundesregierung zum
geplanten Autobahnanschluss Döllbach / Gersfeld. Brand setzt sich seit Jahren beim Bund und auf Landesebene für diesen Anschluss ein. Aktuell hat Brand direkte Gespräche mit der Hausspitze des Bundesverkehrsministeriums sowie der Autobahn GmbH geführt.

In der schriftlichen Antwort des Verkehrsministeriums vom 11. März wird nun nicht nur die „hohe Priorität“ der Anschlussstelle unterstrichen, sondern auch berichtet, dass ein „wichtiger Fortschritt“ Ende Februar 2026 erreicht werden konnte:
„Es liegt nun eine gesamtwirtschaftliche Bewertung vor, die nach den Vorgaben des Bundesverkehrswegeplans 2030 erstellt wurde. Mit einem ermittelten Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) von 1,69 übersteigt der Nutzen die Kosten deutlich. Das Projekt ist damit nachgewiesen wirtschaftlich und wird aus gesamtwirtschaftlicher Sicht klar positiv bewertet“, heißt es im Schreiben an Michael Brand.

Weiter heißt es: „Der Neubau dieser Anschlussstelle hat sowohl für das Bundesministerium für Verkehr als auch für die zuständige Autobahn GmbH weiterhin hohe Priorität. Wir sind uns der erheblichen verkehrlichen Bedeutung für den Landkreis Fulda und die gesamte Region Osthessen bewusst und führen die Planungen der vormaligen Auftragsverwaltung mit Nachdruck fort.“
Das Projekt befinde sich „in der aktiven Phase der Entwurfsplanung“. Die durch den Bruch der Ampel-Koalition verursachte vorläufige Haushaltsführung des Jahres 2025 sowie die erheblichen Planungskapazitäten und Investitionen auch in Osthessen in dringend notwendige Brückenmodernisierungen und die Erweiterung von Lkw-Stellflächen an der A 7, verknappe natürlich Planungskapazitäten, so Brand, „umso erfreulicher ist die Nachricht aus Berlin, dass das Projekt mit hoher Priorität weiter vorangetrieben wird“.

Das Bundesverkehrsministerium (BMV) gibt zudem einen Ausblick auf die weitere Entwicklung:
„Die aktuelle Phase wird nun intensiv dafür genutzt, um die Entwurfsplanung fachlich so fundiert abzuschließen, dass das spätere Genehmigungsverfahren auf einer rechtlich sicheren Basis steht.“
Die Notwendigkeit der Maßnahme wird durch aktuelle Prognosen untermauert: „Auch die verkehrliche Grundlage ist stabil. Die Zählungen von 2018 und 2024 zeigen für Gersfeld eine weitgehend konstante Entwicklung auf der B279 (ca. 7.000 bis 9.000 Kfz/ 24h). Beim Schwerverkehr bewegen wir uns aktuell bei etwa 1.300 bis 1.450 Fahrzeugen: Für die kommenden Jahre prognostizieren die Modelle eine moderate Zunahme des Schwerlastverkehrs (bis 2030 ca. +13 %, bis 2035 ca. +5 bis 10 %). Um für das Planfeststellungsverfahren optimal vorbereitet zu sein, wird diese Prognose noch auf den Horizont 2040 fortgeschrieben. Anschließend sind die Immissionstechnischen Untersuchungen auf Basis der neuen Prognoseverkehrszahlen zu aktualisieren.“

Die nächsten Schritte beschreibt das BMV konkret:
„Parallel dazu bringt die Autobahn GmbH die umweltfachlichen Untersuchungen auf den neuesten Stand, da die übergebenen Unterlagen nicht den geltenden Qualitätsstandards im Hinblick auf die Genehmigungsfähigkeit entsprechen.
Weiterhin ist die Kostenberechnung fortzuschreiben. Ziel ist es, den Vorentwurf in der zweiten Jahreshälfte 2027 abzuschließen und dann schnellstmöglich das Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Unser gemeinsames Ziel bleibt es, durch diese sorgfältige Vorbereitung, das Projekt erfolgreich zu realisieren.“

Bildunterschrift: Michael Brand diese Woche im belasteten Rothemann - Einsatz für die neue Ansschlussstelle