In der heutigen Debatte des Deutschen Bundestages zur Frage von Organspenden hat der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand als einer der Mitinitiatoren eines fraktionsübergreifenden Antrages dafür geworben, dass die Entscheidung über Organspende weiterhin aktiv und freiwillig von Organspendern getroffen werden muss.
Er kritisierte, dass die Politik „große Debatten führt, während die konkreten Maßnahmen zur Registrierung von bereitwilligen Spendern sowohl auf der Bundesebene beim Zentralregister für Organspenden als auch vor Ort bei den Kommunen oder auch im Internet noch immer unterbleiben“. „Es macht nicht nur mich wütend, dass die Blockade von einfachen Schritten wie Kampagnen auf Social Media und schnelle Registrierung bei Kommunen und effektive Strukturen in Krankenhäusern schon jetzt mutmaßlich viele Tote gekostet.“ Die Widerspruchslösung sei aber der falsche Weg: „Wenn es beim Datenschutz und überall positive Zustimmung braucht, dann muss das bei Eingriffen in unseren Körper erst recht gelten.“ Schweigen dürfe nicht einfach als Zustimmung interpretiert werden.
Laut Brand „reicht es nicht, wenn es in Deutschland nur einen Brief der Krankenkasse gibt, sondern es braucht moderne digitale Kampagnen um die ja spendenbereiten Bürgerinnen und Bürgern auch tatsächlich dafür zu gewinnen, sich als Spender auch registrieren zu lassen."
Der Abgeordnete wies darauf hin, dass auch die von anderen Abgeordneten geforderte sogenannten „Widerspruchsregelung", die jeden der über 80 Millionen Bundesbürger zum Organspender erklärt, sofern nicht widersprochen wird, „nicht die Lösung sein kann“. „Denn wenn 85 Prozent zu Spenden bereit sind und diese Menschen nicht registriert sind, dann ist etwas faul im System - das müssen wir reparieren, und nicht alle zur automatischen Spendern erklären, die nich widersprechen".
Michael Brand und die anderen Abgeordneten, die den Antrag unterstützen, sind überzeugt, dass man mit „der Beseitigung von Bürokratie und Blockaden bei der Organspende" die gewünschte Zahl erreicht und die etwa 8.000 Menschen, die derzeit auf ein Spenderorgan warten, ausreichend versorgen kann, „auch ohne über 80 Millionen zur automatischen Spendern zu erklären, sofern kein Widerspruch erfolgt."
Brand plädierte dafür, sich frühzeitig mit dieser wichtigen Fragen auseinanderzusetzen, auch um Druck von der eigenen Familie zu nehmen, wenn der Fall der Fälle eintritt.

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