24.12.2011 - Bund
Themengebiet: Werte
Erhebend
Es gibt Momente, die sind wirklich „erhebend“. An Weihnachten darf über ein erhebendes Ereignis gesprochen werden – und solch ein Ereignis war die erste Rede eines Papstes vor dem Parlament der Deutschen. Dass dieser Papst nun gar der erste deutsche Papst seit über 500 Jahren ist und Benedikt XVI. „auch als Landsmann“ sprach, hat viele im Bundestag und darüber hinaus berührt. Der Papst sprach in dieser sehr beachtlichen Ansprache über Werte in unserer Zeit und über den Wert, diese Fundamente zu verteidigen. Dazu bot Benedikt XVI. auch eine Lösung an. Hier „müsste uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen“, ermutigte er. Die „Idee der Menschenrechte“, der „Gleichheit aller Menschen vor dem Recht“, die „Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen“ und: „die Verantwortung der Menschen für ihr Handeln“ - alles „Erkenntnisse der Vernunft“, die „unser kulturelles Gedächtnis“ bilden.
Es sind christlich-abendländische Werte, die vor allem in Europa den Menschen Freiheit, Würde und Gerechtigkeit gebracht haben. Sie basieren vor allem auf dem christlichen Menschenbild und der Verantwortung vor dem Schöpfer. Diese Werte sind in Menschenrechtserklärung der UNO eingeflossen und in unser Grundgesetz, sie haben bis heute in vielen Teilen der Erde viel Gutes bewirkt und Frieden und Gerechtigkeit gefördert, weit über den „alten Kontinent“ hinaus.
Es tut gut, sich an dieser christlichen Botschaft und ihrer großartigen Ausstrahlung gerade am Weihnachtsfest zu freuen. Ihnen und uns allen wünsche ich ein besinnliches und frohes Fest!
(Die Kolumne "Brand aktuell" ist am 24. Dezember 2011 in "Fulda aktuell" erschienen.)
(Foto: Reichstagsgebäude (c) Deutscher Bundestag / studio kohlmeier)
Schlagworte: Europa, Deutscher Bundestag, Papst Benedikt XVI., Weihnachten, christliche-abendländische Werte