06.12.2011 - Bund
Themengebiet: Verkehr
Bund investiert 21 Mio. EURO im Landkreis Fulda für Hünfelder Ortsumfahrung
Umfahrung Hünfeld für den Verkehr freigegeben - "Guter Tag, gute Investition"
"Startschuss für Entlastung" Bei der Verkehrsfreigabe in Hünfeld von links: Prof. Dr. Horst Zuse, Parl. Staatssekretär im Bundesverkehrsminsterium Jan Mücke, Hessens Wirtschaftsminister Dieter Bosch, Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Landrat Bernd Woide und Hünfelds Bürgermeister Eberhard Fennel
Presseinformation Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, 6.12.2011:
Der Bau der Ortsumgehung Hünfeld im Zuge der Bundesstraße 84 ist abgeschlossen. Nachdem auch die Straßen im Kreuzungsbereich der neuen Ortsumgehung B 84 mit der B 27 bei Hünfeld Nord fertiggestellt sind, wurde die Ortsumfahrung heute offiziell von Hessens Verkehrsminister Dieter Posch und Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, für den Verkehr freigegeben. Anwesend waren auch Landrat Bernd Woide, Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel und Burkhard Vieth, Präsident des Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen Wiesbaden.
Baulastträger der 21 Millionen Euro teuren Maßnahme ist der Bund.
Mit dem Spatenstich im Juni 2007 begannen die Arbeiten zunächst an einem Brückenbauwerk. Insgesamt entstanden acht weitere neue Brücken und rund 5,5 Kilometer Straße mit etwa 300.000 m³ Erdbewegungen sowie zahlreiche Straßenverlegungen an den Einmündungen. Bestimmte Abschnitte der Ortsumgehung wurden bereits wegen der zahlreich anzubindenden Straßen vorab unter Verkehr genommen. Mit dem letzten Teilabschnitt geht nun auch der komplexe Verknüpfungsbereich bei Hünfeld Nord unter Verkehr, so dass die verkehrlichen Entlastungen der Nordumfahrung erst jetzt voll wirksam werden.
Die Ortsumgehung beginnt mit der Anbindung an die B 27 bei Hünfeld Nord. Sie verknüpft hier mit einem Kreisverkehrsplatz die Zufahrt nach Hünfeld und den Gewerbegebieten mit den Kreisstraßen zu den Burghauner Ortsteilen Hünhan und Gruben um dann in nordöstliche Richtung zu verlaufen. Nach Anbindung der Landesstraße in Richtung Eiterfeld und der Kreisstraße nach Malges schwenkt die neue Straße anschließend etwa auf Höhe von Großenbach wieder auf die bestehende B 84 in Richtung Nordosten ein.
„Die Nordumfahrung wird im Zuge der B 84 zu einer fühlbaren Entlastung im Kernbereich der Stadt, insbesondere auch vom Schwerverkehr führen“, so der Minister. Während die Ortsumgehung rund 7.000 bis 11.000 Kfz/Tag mit einem Lkw-Anteil von 10 bis 15 Prozent aufnimmt, wird die Ortsdurchfahrt Hünfeld zwischen 25 bis 50 Prozent je nach Streckenabschnitt entlastet, wobei insbesondere das Lkw-Aufkommen deutlich zurückgehen wird. Der Hauptanteil des Lkw-Verkehrs wird damit auf die neue Ortsumgehung verlagert. Darüber hinaus werden im Bereich des Stadtkerns weitere Straßenzüge, vor allem die Hersfelder Straße, vom Kfz-Verkehr entlastet werden. Nach den Prognosen der Verkehrsplaner für das Jahr 2015 werden auf der Nordumgehung täglich rund 14.000 Fahrzeuge erwartet.
Ein weiterer Aspekt stellt die Entschärfung von zwei unfallträchtigen Streckenabschnitten dar. Die B 84 wurde in der sogenannten „Herbertsdelle“ angehoben und der Verknüpfungspunkt mit der B 27 wurde höhenfrei ausgebildet. Damit entfällt künftig das gefährliche links ein- und abbiegen auf die B 27. Beide Straßenabschnitte am Anfangs- und Endpunkt der neuen Umgehungsstraße führten in ihrer alten baulichen Ausgestaltung immer wieder zu teils schweren Unfällen.
„Die Erhöhung der Verkehrssicherheit sowohl innerorts als auch außerorts sowie die Entlastung der Bürger in Hünfeld sind ganz wichtige Ziele der neuen Straße“, betonte der Minister.
Informationsskulptur „Konrad Zuse – Der Weg in die Zukunft“
Im Rahmen der Verkehrsfreigabe wurde in Anwesenheit von Prof. Dr. Horst Zuse (Sohn von Konrad Zuse) auch die Informationsskulptur „Konrad Zuse – Der Weg in die Zukunft“ vorgestellt. Der Computer-Erfinder Zuse lebte von 1956 bis zu seinem Tod 1995 in Hünfeld. Die Skulptur wurde von dem Hünfelder Künstler und Leiter des Museums Modern Art Hünfeld, Jürgen Blum, gestaltet und soll an dem Verkehrsknotenpunkt auf den Namensgeber der Konrad-Zuse-Stadt
Schlagworte: Hünfeld, Konrad Zuse, Bundesstraße